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Seyran Papo aus Kiel wird zum CDU-Exportschlager

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Kieler Woche 2022: Tipps, Termine, Service und mehrKieler Woche 2022: Tipps, Termine, Service und mehr

Kristian Blasel, Leiter der Lokalredaktion Kiel
Kristian Blasel, Leiter der Lokalredaktion Kiel
Liebe Leserinnen und Leser,
das war ein denkwürdiger Abend, auch und gerade aus der Perspektive der Landeshauptstadt. Der Absturz der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl lässt sich nirgendwo in Schleswig-Holstein so deutlich ablesen wie an der Förde. Dass alle drei städtischen Wahlkreise an die Konkurrenz verloren gingen, ist historisch beispiellos und überraschte Genossen, Grüne sowie Christdemokraten gleichermaßen. Ausgerechnet auf dem Ostufer ging das Mandat an die CDU verloren - dies steigerte noch das Maß der politischen Demütigung, wie ich es in meinem Kommentar genannt habe. Meine Kollegen Steffen Müller und Dennis Betzholz stellen die Frau vor, der dieser Coup gelungen ist.
Der Sieg von Seyran Papo sprach sich blitzschnell bis nach Berlin herum: Schon morgen setzt die 34-Jährige, die 2012 noch für die Linke kandidierte, den Wahlkampf auf Wunsch der Parteifreunde in Nordrhein-Westfalen fort. Auch in Duisburg soll sie versuchen, jene Wählerinnen und Wähler zu erreichen, die gewöhnlich nicht ihr Kreuz bei Christdemokraten setzen.
In dem Moment, in dem dieser Newsletter Ihr Postfach erreicht, beginnt der Kreisausschuss der Kieler SPD. Parteichefin Gesine Stück steht massiv unter Druck. Schon vor dem bitteren Wahlabend wurde ihr aus den eigenen Reihen immer wieder hinter vorgehaltener Hand vorgeworfen, programmatisch die Partei nicht richtig zu lenken. Heute Abend wird die Kritik vermutlich lauter und direkter werden. Über die Frage, ob die Verantwortung allein im Landestrend zu suchen ist oder auch in Kiel massive Fehler passiert sind, wurde bereits im Vorfeld lebhaft debattiert. Und mit Blick auf die Kommunalwahl geht es für die Roten natürlich darum, sich von den Grünen in Kiel wahrnehmbar zu unterscheiden. Parken, Kiellinie, Südspange: Die endgültige Positionierung der SPD für diese wichtigen lokalen Themen darf mit Spannung erwartet werden.
Erstaunlich geräuschlos verläuft bislang die Debatte über das “hochwertige öffentliche Personennahverkehrssystem”, wie die Planungen für eine Stadtbahn oder ein Schnellbussystem offiziell etwas sperrig heißen. Auf den zahlreichen Informationsveranstaltungen, die es in diesen Tagen gibt, ist grundsätzlicher Widerstand kaum zu vernehmen. Michael Kluth traf am Wochenende auf etwa 250 Menschen, die aufmerksam im Ostseekai Details zum Stand der Trassenplanung vermittelt bekamen. Noch konkreter wird es in dieser Woche auf den Spaziergängen in den Stadtteilen. Zum Auftakt in der Wik standen die Parksituation und Verkehrsideen für Holstein-Heimspiele im Mittelpunkt. Es bleibt ein Titanenwerk, wie es mein Kollege Kluth richtig genannt hat. Um den Rückhalt in der Bevölkerung wird bislang erfolgreich geworben. In der neuen Legislaturperiode des Landtags wird es darum gehen, von der nächsten Regierung verlässliche Finanzierungszusagen zu bekommen.
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Ihr
Kristian Blasel
Leiter der Kieler Lokalredaktion
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