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Kiel - mittendrin: Was sich an der Förde durch Corona ändert

Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
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Liebe Leserinnen und Leser,
und wie hat sich Ihr Leben seit gestern verändert? Müssen Sie große Familienfeiern absagen, das nächste Fußballtraining umorganisieren oder die Karten fürs Theater abgeben? Mit den in Schleswig-Holstein verschärften Corona-Regeln schleicht sich auch das Gefühl von Mitte März wieder ein, dieses Gefühl der Sorge vor einem Lockdown und seinen Folgen. Wir tragen bereits seit vergangenem Sonntag in der Redaktion Masken, sobald wir unseren Arbeitsplatz verlassen, einige Kollegen wechselten ins Homeoffice. Noch liegt der Inzidenzwert (Stand Mittwochmorgen) bei 28,8 in Kiel, in vielen anderen Regionen Schleswig-Holsteins ist längst die kritische Marke von 50 überschritten. Die neuen Verschärfungen gelten für die Landeshauptstadt trotzdem: Während die Stadt noch überlegt, ob sie nach Lübeck auch ihren Weihnachtsmarkt absagen soll, muss das Theater Kiel bereits handeln und vielen Karteninhabern mitteilen, dass ihr Ticket verfällt.
Neben dem alles beherrschenden Thema treibt Kiel weiterhin die Frage um, wie die Mobilitätswende vonstattengehen soll. Fahrradfreunde sowie die Anwohner der nördlichen Kiellinie demonstrierten am vergangenen Wochenende an zwei Orten für unterschiedliche Ziele. Zudem meldete sich der Unternehmensverband Kiel zu Wort und forderte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) auf, mit Augenmaß zu handeln. Kämpfer wiederum reagierte mit Freude auf das “ausdrückliche Bekenntnis des Unternehmensverbandes Kiel zur Mobilitätswende” und kündigte an, dass es „eine blinde Anti-Autopolitik" mit ihm auch in Zukunft nicht geben werde. Im KN-Interview betonte Kämpfer: Die Sperrung für den Autoverkehr auf der nördlichen Kiellinie sei nur eine Variante, andere werden geprüft. Lokalchef Kristian Blasel wünscht sich in seinem Kommentar bei all diesen Konflikten im Hier und Jetzt schon das Jahr 2035 herbei - mit Stadtbahn, Elektrofähren und abgasfreien Autos. Aber bis es soweit ist, müssen die vermeintlich kleineren Hürden übersprungen werden: So erwartet die Autofahrer ab kommenden Montag Ärger auf dem Knooper Weg, der für vier Wochen in Höhe Jungfernstieg vollgesperrt wird. Der Grund: Das Kopfsteinpflaster wird gegen frischen Asphalt ausgetauscht, damit Fahrradfahrer die Straße künftig besser nutzen können.
Wie Sie sehen: Bis 2035 ist es noch ein weiter Weg. Bleiben Sie gesund!

Ihr
Dennis Betzholz
Stv. Lokalchef der Kieler Nachrichten

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