Profil anzeigen

Kiel – mittendrin // Von Hundetötern und Lebensrettern

Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Michael Kluth
Michael Kluth
Moin, liebe Leserinnen und Leser,
manchmal glaube ich der eigenen Zeitung nicht. Das hat nie etwas mit der Qualität der Redaktion oder mit den berichteten Fakten zu tun. Sondern mit dem, was Menschen da mitunter von sich geben.
In einem großen Interview haben Verantwortliche vom Tierschutzverein und vom Tierheim Uhlenkrog sowie der Ordnungsdezernent Stellung zum aufsehenerregenden Fall Paul genommen. Sie haben den Tod des Hundes und seine Umstände aus ihrer Sicht plausibel erklärt. Aus meiner Sicht nicht. Ich verstehe immer noch nicht, warum Paul ohne Wissen seiner Halterin eingeschläfert wurde und warum der Frau vorher der Zugang zu ihrem Hund verwehrt worden ist. Meine Sicht: Sie hatten die Macht dazu. Das Recht hatten sie nicht.
Aber machen Sie sich gern selbst ein Bild. Hier ist das besagte Interview:
Tierheim zu Fall „Paul“: Im Sinne des Tierwohls war das die richtige Entscheidung
Eine andere Nachricht hat mich zuletzt noch mehr bewegt: Karl Diekelmann ist gestorben, mit 98 Jahren, ein gesegnetes Alter, ein erfülltes Leben. Wir wussten schon länger vom Tod des legendären Kommunalpolitikers, der zwischen 1970 und 1994 die Kieler Ratsversammlung aufgemischt hatte. Aber wir haben die Nachricht auf Wunsch der Familie bis nach der Beisetzung zurückgehalten. Karl Diekelmann wollte keine große Trauerfeier. “Macht da keine große Sache draus”, lautete sein letzter Wunsch. Um einen großen Nachruf allerdings kommt der Verstorbene nicht herum. Hier ist er:
Mit 98 Jahren: Politiker-Legende Karl Diekelmann aus Kiel ist tot
Kommen wir noch zu etwas Erfreulichem: An der Kiellinie sind schwenkbare Schranken angebracht worden. Damit kann man die Autofahrbahnen an Kiels Premiumpromenade spontan und kurzfristig sperren und wieder öffnen. Ich halte das für eine großartige Nachricht. Grund: In der Diskussion um eine autofreie oder nicht autofreie nördliche Kiellinie favorisiere ich seit Langem eine Kompromisslösung. Sperrt die Autos an Wochenenden und Feiertagen aus, vielleicht auch in den Sommerferien - jedenfalls immer dann, wenn viele Menschen dort gern spazieren gehen, Fahrrad und Skateboard fahren, laufen, tollen, spielen. Aber erhaltet die Pendlerstrecke für Menschen, die dort unter der Woche mit dem Auto zur Arbeit und wieder nach Hause fahren. Schwenkbare Schranken sind dafür genau das richtige Instrument.
Darum gibt es jetzt schwenkbare Schranken an der Kiellinie in Kiel
Bauprojekt der Woche

Den Theodor-Heuss-Ring könnten wir fast das ganze Jahr als Bauprojekt der Woche präsentieren, und zwar fast jede Woche als Quell des Verdrusses über lange Staus im Berufsverkehr. Jetzt mal eine gute Nachricht: Der Überflieger ist wieder frei. Sie kommen mit dem Auto am Barkauer Kreuz von der B 404 wieder auf die B 76. Wenn das kein Bauprojekt der Woche ist.
Theodor-Heuss-Ring in Kiel: Der Überflieger ist endlich wieder frei
Gastro-Tipp der Woche

Es muss nicht immer Kaviar sein: Bratwurst, gebrannte Mandeln und Zuckerwatte tun es auch. Erst recht auf dem Jahrmarkt. Das Stichwort allein genügt, um den spezifischen Duft in der Nase zu spüren. Der Sommermarkt läuft noch bis Sonntag auf dem Wilhelmplatz - mit bewährten Corona-Regeln. Lesen Sie sie hier:
Sommermarkt auf dem Wilhelmplatz: Diese Hygieneregeln gelten für Besucher
Das müssen Sie zum Jahrmarkt in Kiel wissen: Fragen und Antworten zum Sommermarkt 2021
Zitat der Woche

In Service-Orientierung macht mir keiner was vor. Das hab’ ich eingeatmet.
Jutta Schlemmer, die neue “Chief City Officer” der Stadt Kiel.
Auf Deutsch bedeutet das: Die Unternehmerin aus Neumünster entwickelt und leitet das künftige Stadtamt in Kiel, in dem bürgernahe Dienstleistungen zusammengefasst werden. Ich habe Jutta Schlemmer getroffen und stelle sie Ihnen hier vor:
Chief City Officer Jutta Schlemmer leitet das neue Stadtamt in Kiel
Meistgelesen in Kiel

Meine Kieler Lieblingsgeschichte

Die Wahl fällt leicht. Wenn zwei Männer vom Kommunalen Ordnungsdienst mit einem beherzten Spontaneinsatz einer Kieler Bürgerin das Leben retten, dann kann es keine bessere Geschichte geben. Lesen Sie selbst:
Ordnungshüter aus Kiel retten einer Frau das Leben: Sie stürzte an der Hörn ins Wasser
Herzliche Grüße,
Ihr
Michael Kluth
Rathauskorrespondent
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.