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Kiel – mittendrin // Viele Fragen zu einem toten Hund

Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Kristian Blasel, Leiter der Lokalredaktion
Kristian Blasel, Leiter der Lokalredaktion
Liebe Leserinnen und Leser,
noch immer ist die entscheidende Frage zum Tod von Paul, dem Golden Retriever aus Mettenhof, nicht geklärt. Warum wurde die Besitzerin Carina Schlupp nicht informiert, dass ihr Hund eingeschläfert werden soll?
Bereits jetzt steht aber fest, wie sehr vielen Menschen in der Region das Leben und Sterben von Tieren am Herzen liegt. Die Emotionalität und die Intensität, mit denen der Tod in den sozialen Netzwerken diskutiert wird, ist beispiellos. Unser Reporterteam versucht seit Tagen, Licht in einen Fall zu bringen, den es in Kiel vergleichbar seit Jahren nicht gegeben hat. Denn unabhängig davon, wie gut der Hund von den Besitzern tatsächlich gepflegt worden ist, wünschen sich viele Leserinnen und Leser, dass die Behörden mehr für das Wohl von Tieren tun - aber auch die Rechte der Halter genau im Blick behalten. Ich gebe zu: Als ein Mensch, der keine Haustiere hat, hat mich die Heftigkeit der Debatte überrascht. Aber selbstverständlich bemühen wir uns weiterhin, Sie auf dem Laufenden zu halten, ohne die vielen anderen Entwicklungen in unserer Stadt aus dem Blick zu verlieren.
Die aufgeregte Diskussion der vergangenen Tage ist vermutlich auch ein Beleg dafür, dass die sinkenden Inzidenzzahlen Raum für andere Themen lassen, die seit Ausbruch der Pandemie in den Hintergrund gerückt sind. Auch vom Kieler ZOB war lange nicht die Rede. Das moderne Parkhaus in bester Lange funktioniert und bietet seit knapp zwei Jahren den Raum und die Beleuchtung, die sich viele Autofahrerinnen und -fahrer wünschen. Das Mauerwerk jedoch ist leider nicht so stabil, wie es von einem Neubau erwartet werden darf. Es soll zwar keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehen. Dass jedoch an der Ostseeküste ein Neubau konzipiert wird, der nach jedem schweren Sturm überprüft werden muss, riecht trotzdem nach Stoff für eine Satiresendung.
Erfreulich sind dagegen weiterhin die Impffortschritte in der Landeshauptstadt - und die unverändert hohe Impfbereitschaft in der Bevölkerung. Das Amt für soziale Dienste, das den Einsatz für die mobilen Impfteams koordiniert, berichtet von großem Interesse an diesem Angebot. Die Gefahren durch die Delta-Variante unterstreichen, wie wichtig es ist, mit den Impfungen nicht nachzulassen. Denn noch gibt es mehr als Hoffnung, dass Deutschland von einer vierten Welle verschont bleibt. Mein Kollege Steffen Müller hat ein Team begleitet.
Bauprojekt der Woche

Beim Thema Spundwand denken in der Landeshauptstadt die Menschen in der Regel an die Kiellinie. Weil sie dort erneuert werden muss, steht an der Förde seit Jahren ein Bauzaun. Um so mehr staunt der Laie, wie schnell es im Nordhafen geht.
Nordhafen Kiel bekommt eine neue Spundwand
Gastro-Tipp der Woche

Hinter der Gastronomie liegen unfassbar schwierige Monate. Und trotz der Lockerungen muss die Branche weiter kämpfen. Um so mehr Respekt habe ich vor allen Ideen, die in dieser Krise gewachsen sind - beispielsweise am Tonberg.
Budenzauber Frischemarkt: Ein kulinarisches Hideaway am Kieler Güterbahnhof
Zitat der Woche

Die Innenstadt geht alle an. Die Umgestaltung muss von den Menschen mitgetragen werden.
Felix Schmuck vom Stadtplanungsamt
Meistgelesen in Kiel

Es gibt nur wenige Wochen im Jahr, in denen das Interesse unserer Leserinnen und Leser so einseitig verteilt ist wie in diesen Tagen. Die Berichterstattung über den toten Hund Paul hat mit Abstand die meisten Aufrufe ausgelöst.
Platz 1: Ordnungsamt nimmt Kielerin den Hund weg - wenig später ist er tot
Platz 2: War "Paul" krank – oder einfach nur alt?
Platz 3: Hund in Kiel eingeschläfert: Jetzt nimmt das Tierheim Stellung
Meine Lieblingsgeschichte

Die Bezeichnung “Lieblingsgeschichte” ist in diesem Zusammenhang etwas irreführend. Es ist aber ein Text, der mich in den vergangenen Tagen besonders beeindruckt hat. Unser Rathauskorrespondent Michael Kluth schildet am Fall des 30-jährigen Daniel G., wie die Pandemie gefährdete Menschen in die Spielsucht treiben konnte - und welche mühsamen Wege es gibt, wieder herauszufinden.
Wie Daniel G. einen Ausweg aus seiner Mediensucht fand
Viele Grüße,
Ihr
Kristian Blasel
Leiter der Kieler Lokalredaktion
Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zu diesem Newsletter? Dann schreiben Sie mir gerne: kristian.blasel@kieler-nachrichten.de
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