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Kiel – mittendrin // Eine 81-Jährige setzt sich in Schilksee durch

Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Liebe Leserinnen und Leser,
dass Bürger ganz schön viel Einfluss haben können und nicht machtlos “denen da oben” ausgesetzt sind, hat in der vergangenen Woche Irmgard Wolf bewiesen. Die 81-jährige Frau aus Schilksee hat sich maßlos über das Ende des sogenannten Überweisungskastens geärgert. Nach der Berichterstattung in den Kieler Nachrichten hat die engagierte Frau nicht nur viel Zuspruch von den Menschen in Kiels nördlichstem Stadtteil erfahren. Auch die Politik eilte ihr zur Hilfe. Vergangene Woche schließlich machte die Förde Sparkasse eine Rolle rückwärts. Die Box, die für viele Menschen weiterhin so wichtig ist, um analog Bankgeschäfte zu erledigen, steht wieder an ihrem alten Platz. Und Irmgard Wolf ist glücklich.
Es ist weiterhin nicht so einfach, auf Geschichten zu stoßen, in denen das Wort Corona nicht vorkommt. Wie auch? Weiterhin sind fast alle Lebensbereiche von den Folgen der Pandemie erfasst. Im Interview mit meinem Kollegen Steffen Müller hat Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der zugleich Wirtschaftsdezernent ist, die dramatische Situation des Einzelhandels in Kiel beschrieben. Und meine Kollegin Kristiane Backheuer hatte zuvor direkt in den Geschäften erfahren, wie groß die Sorgen der tapferen Kaufleute sind.
Während die wirtschaftlichen und medizinischen Folgen der Pandemie noch halbwegs messbar sind, können die sozialen allenfalls erahnt werden. Unser Polizeireporter Niklas Wieczorek hat sich von Bernd Krüger, der Leiter der Mettenhofer Polizeistation berichten lassen, wie sich die Stadtteilkriminalität dort in den vergangenen Wochen verändert hat. Jugendliche, die es ohnehin schon schwerer haben, verlieren ohne feste Schulstrukturen die Kontrolle. Ebenfalls entspannter wäre ohne Corona vermutlich auch die Lage unter der Gablenzbrücke, wo sich regelmäßig junge Leute zum Lachgaskonsum treffen.
Umso mehr drücken wir den Organisatoren der Show “Eine Nacht Kiel” die Daumen, die am 6. März ab 20 Uhr auf der Bühne des Max steigen soll - natürlich leider ohne Live-Publikum. Die Macher wollen gemeinsam mit lokalen Künstlern, Sportlern und Gastronomen 120 Minuten Unterhaltung bieten und hoffen auf Zehntausende Zuschauer, die das Geschehen per Livestream verfolgen können. Ihr Ziel: Zuversicht in schwierigen Zeiten verbreiten und Gastronomen in der Stadt helfen. Dabei wünschen wir viel Glück. Diese Abwechslung können sicherlich auch viele unserer Leserinnen und Leser gut gebrauchen.
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Unterhaltungs-Tipp der Woche

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Zitat der Woche

“Wir wollen keinen ernsten Info-Talk, sondern eine Show, die Mut und Hoffnung macht.”
Henning Puls, Max-Geschäftsführer und Mitorganisator von “Eine Nacht Kiel”. Die Show soll am 6. März stattfinden.
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Viele Grüße,
Ihr
Kristian Blasel
Leiter der Kieler Lokalredaktion
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