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Kiel – mittendrin // Eine 101-Jährige, die Mut macht

Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Dennis Betzholz, stellv. Lokalchef Kiel
Dennis Betzholz, stellv. Lokalchef Kiel
Liebe Leserinnen und Leser,
stellen Sie sich vor, Sie werden 100 Jahre alt. Stellen Sie sich nun vor, Sie sind in diesem Alter noch gesund und körperlich sowie geistig gut beisammen. Vermutlich würde jeder von uns schon an dieser Stelle unterbrechen und den Deal eintüten. Aber treiben wir das Gedankenspiel weiter: Was wäre Ihr größter Wunsch, den Sie sich in diesem Alter noch erfüllen wollen würden? Käthe Warnecke, 101 Jahre alt, aus Kiel wollte noch einmal schwimmen gehen. Und zwar genau dort, wo sie vor 91 Jahren das Schwimmen erlernt hat: in der Seebadeanstalt Holtenau. Wir haben sie dabei begleitet. Warnecke ist eine Frau, die Mut macht, die beweist: alles ist möglich.
Ja, alles ist möglich. Dies gilt auch für die Kieler Kooperation. Denn nach einem dreistündigen Krisengipfel zwischen SPD, Grünen und FDP zeichnet sich immer deutlicher das baldige Aus des Trios ab. Der Streit über einen gegen den Willen der FDP eingebrachten Antrag in der Ratsversammlung über ersatzlos wegfallende Parkplätze hatte den bereits lange schwelenden Konflikt eskalieren lassen. Die Liberalen fühlen sich von SPD und Grünen übergangen, Rot-Grün wiederum beteuert, mit mehreren Kompromissvorschlägen gescheitert zu sein. Unser Rathausreporter Michael Kluth hat dies kommentiert - und sieht die Ampelkooperation im Kieler Rathaus für gescheitert.
Alles ist möglich. Das denken sich seit einigen Wochen wohl auch viele junge Menschen, die aus der Kiellinie und dem Schrevenpark eine Müllhalde machen. Nach nächtlichen Partys werden die Getränkeflaschen und Verpackungen von Snacks einfach liegengelassen. Die Stadt hat schon vieles versucht, um dem Problem Herr zu werden - zuletzt mit einer Kunstaktion. Wer sich wie meine Kollegin Jördis Früchtenicht unter den Feiernden selbst umhört, erfährt, dass auch die meisten jungen Leute diese Unsitte äußerst kritisch sehen. Doch weil sich das Problem ähnlich wie die Bierflasche auf der Reventlouwiese trotz allem nicht in Luft auflöst, prescht die Kieler CDU nun vor und fordert ein Alkoholverbot ab 22 Uhr an der Kiellinie und am Schrevenpark. Ob es so kommt? Wohl eher nicht. Alles ist möglich. Fest steht: Hier ist auf alle Fälle buchstäblich noch gehörig Musik drin!
Alles ist möglich. Das glauben zurzeit offenbar auch viele Übeltäter und Kriminelle. Die Polizei meldete in dieser Woche fast täglich von Vorfällen, die man kaum für möglich hält: Erst täuschen vier Jungen einen Amoklauf in der Innenstadt vor, indem sie den Notruf alarmieren, dabei Schreie imitieren und Schussgeräusche vom Handy abspielen. Dann stehlen Unbekannte eine Bronzeskulptur namens “Kopf des Meteor” im Wert von 30.000 Euro vom Gelände der Hans-Kock-Stiftung in Schilksee. Und zuletzt meldet die Polizei, dass Taschendiebe an der Reventlouwiese und Schockanrufer in Kiel vermehrt ihr Unwesen treiben.
Deshalb: Bleiben Sie wachsam! Denn alles ist möglich.
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Das Ganze geschieht ja nicht aus Lust und Laune, sondern ist bedingt durch Nachwuchsmangel und eine schmalere finanzielle Ausstattung der Gemeinden.
Pastor Roland Weiss aus Pries-Friedrichsort schildert die Gründe, warum im Norden Kiels zu einer Fusion von vier Gemeinden kommen wird.
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Platz 1: Die 101-jährige Kielerin, die auszog, um schwimmen zu gehen
Platz 2: Unbekannte stellen Holzkreuze mit Bezug zu Attentaten in Kiel auf
Platz 3: Suchaktion an der Kiellinie: Schwimmer wurde im Hotel in Kiel gefunden
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Sie durften viele Monate nicht arbeiten: die Schausteller. Umso schöner ist die Nachricht, dass es jetzt wieder bergauf geht. Der erste Jahrmarkt des Jahres in Kiel war jedenfalls ein Erfolg für die Karussell- und Budenbetreiber.
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Viele Grüße,
Ihr
Dennis Betzholz
Stv. Leiter der Kieler Lokalredaktion
Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir an dennis.betzholz@kieler-nachrichten.de!
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