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Kiel – mittendrin. Diesmal eher nichts Positives. - Ausgabe #21

Moin, liebe Leserinnen und Leser, es ist eine schreckliche und bewegende Geschichte: Eine 16 Jahre al
Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Moin, liebe Leserinnen und Leser,
es ist eine schreckliche und bewegende Geschichte: Eine 16 Jahre alte Schülerin ist bei einer Verpuffung mit Spiritus im Chemie-Unterricht am Ernst-Barlach-Gymnasium in der Wik schwer verletzt worden. Schüler, Lehrer und Eltern der “EBG-Familie” und Menschen in ganz Kiel, auch wir in der Redaktion, sind schockiert. Das Mädchen wird mit den Folgen des furchtbaren Unfalls noch lange zu tun haben. Wir denken an sie. Und auch an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, die der Vorfall noch lange verfolgen wird.
Dahinter verblasst jedenfalls für den Moment selbst eine weltumspannende Pandemie. Die Fortdauer der Corona-Maßnahmen, die die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder heute in Berlin beschließen, betrifft natürlich auch Kiel. Auch im Dezember einstweilen keine Gaststätten, kein Kino, kein Theater, kein Konzert - in Wahrheit: kein Kontakt. Ich finde: Es ist richtig. Ich finde auch: Es ist zum Heulen.
Die Marie-Christian-Heime in Kroog sind schon zum zweiten Mal massiv von Infektionen betroffen. Es ist zum Verzweifeln. Das sind genau jene Menschen, für die die Gesellschaft jede Anstrengung zum Infektionsschutz unternehmen sollte - aber dazu müssen alle sie mittragen.
Gar nichts Positives? Ehrlich gesagt: eher nicht. Selbst die festliche Weihnachtsbeleuchtung der Fußgängerzone in der Kieler Innenstadt, so hübsch sie anzuschauen ist, hat etwas Trauriges, weil darunter weder Schellen schlagen noch Glühwein und Mutzen duften. Niemand lacht.
Machen wir uns wenigstens klar: Nein, es ist nicht das härteste Weihnachten, das Nachkriegsgenerationen je erlebt haben, auch wenn ein Ministerpräsident - nicht unserer - das behauptet. Ich höre meinen Vater, Jahrgang 1931, im Grabe leise darüber kichern.

So oder so: Machen Sie das Beste draus!

Mit herzlichen Grüßen

Michael Kluth
Rathaus-Korrespondent

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