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Kiel – mittendrin // Die Woche der Comebacks

Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Liebe Leserinnen und Leser,
wer wie ich den Tennissport liebt, kam in dieser Woche an einer Nachricht, die fernab der Kieler Stadtgrenzen spielte, nicht vorbei. Einer der größten Sportler dieser Zeit kehrt nach einem Jahr Zwangspause zurück auf die große Bühne: Roger Federer, mittlerweile 39 Jahre alt, vierfacher Vater, will es nach zwei Knie-Operationen noch einmal wissen.
Es sind diese Geschichten von Menschen, die straucheln und wieder aufstehen, die mich, aber wahrscheinlich auch Sie ganz besonders bewegen. Geschichten über Männer und Frauen, die in schweren Zeiten viel Kraft, Herz und Hirn investieren, um das zu schaffen, was ihnen die meisten - vielleicht anfangs sogar sie sich selbst - nicht zugetraut haben: ein glorreiches Comeback.
Auch in Kiel wurden in der zurückliegenden Woche solche Geschichten geschrieben. Zuallererst war da das Comeback der Unterhaltung, dieser “Hallo, wir leben noch”-Moment von Kielern für Kieler. Die Live-Sendung “Eine Nacht Kiel” am vergangenen Sonnabend, der mehr als 31.000 Menschen folgten, wurde innerhalb von nur 19 Tagen auf die Beine gestellt und war ein durchaus unterhaltsamer Streifzug durch die Kieler Stadtgesellschaft. Das Wett-Spiel-Quiz-Musikprogramm sollte den Kielerinnen und Kielern in der Corona-Krise Mut und Hoffnung machen. Dies ist ganz sicher gelungen.
Wer am Sonnabend noch nicht genug Kiel im Fernsehen gesehen hatte, konnte am nächsten Abend bereits die Rückkehr von Tatort-Kommissar Borowski miterleben. Mein Kollege Steffen Müller hat sich den, wie ich finde, sehr spannenden Krimi mal mit der Kiel-Brille angeschaut und festgestellt: So viel war von Kiel nicht zu sehen. Bei dem brisanten Thema Frauenhass vielleicht aber auch gut so. Wie viele Männer zu dieser internationalen Szene zählen, hat selbst Borowski-Darsteller Axel Milberg überrascht, wie er im Interview erzählte.
Das dritte bedeutende Comeback dieser Woche legt ein Schiff hin, das zu Kiel gehört wie die Möwen an der Förde, und mit dessen Rückkehr doch nur die wenigsten zwischenzeitlich gerechnet hatten: die “Gorck Fock”. Das Ausbildungsschiff der Marine hat seit heute wieder Wasser unterm Kiel. Nach fünf Jahren ist das Ende der Arbeiten in greifbarer Nähe. Bald soll die “Gorch Fock” wieder über die Weltmeere segeln. Seit die Bark unter den Fittichen der Lürssen-Werft ist, kommt die Sanierung nach vielen teuren Pannen voran, der Kurs stimmt offensichtlich wieder. Bei Nils Brandt, Kommandant des Schiffes und Kapitän zur See, ist jedenfalls schon Vorfreude zu spüren, wie mein Kollege Frank Behling berichtete.
Haben Sie es gemerkt? Bei so vielen schönen Geschichten und positiven Vibes vergisst man fast das Thema Corona. Dabei war diese Woche voller Nachrichten über das Virus: so zum Beispiel über die vorübergehend langen Wartezeiten im Kieler Impfzentrum, die kostenlose Vergabe der Schnelltests an sechs Standorten in Kiel und die Folgen des Corona-Ausbruchs im Paul-Fleming-Haus.
Aber nun schnell wieder zurück zu den Comebacks …
Bauprojekt der Woche

Ein Comeback in Aussicht hat das Schwimmbad Schilksee. Es soll schon ab dem kommenden Jahr für fast sieben Millionen Euro saniert werden. Dabei hilft eine Förderung des Bundes, der knapp die Hälfte der Kosten übernimmt.
Schwimmhalle Schilksee: Sanierung soll 2022 beginnen
Und noch einer meldet sich zurück: Erik Währum. Der Betreiber der Kieler Bar Moralist hat sich für den Lockdown etwas ausgedacht. Wer am kommenden Sonnabend noch nichts vorhat und Lust auf Cocktails und Co. hat, sollte diesen Text nicht ungelesen lassen.
Gastro-Tipp der Woche

Ein Schuss Hoffnung für das Barleben
Zitat der Woche

Letztendlich haben wir damit alles erreicht: ein gutes Konzept – selbst wenn es drei Jahre gedauert hat.
Wolfgang Homeyer (CDU), Mitglied des Kieler Bauausschusses, hat an einer Hochhausleitlinie für Kiel mitgewirkt, die das Gremium in Richtung Ratsversammlung durchgewinkt hat. Sie umfasst mögliche Standorte und Wege zu neuen Hochhäusern in Kiel.
Meistgelesen in Kiel

Platz 1: Wer oben die Chance noch nicht genutzt hat, den Text von unserem Kieler Tatort-Experten Steffen Müller zu lesen, der lässt sich vielleicht von der Tatsache überzeugen, dass kein anderer Artikel in den vergangenen sieben Tagen so häufig aufgerufen wurde wie dieser. Welche Szenen des Tatorts also wurden in Kiel gedreht? Hier gibt es die Antworten.
Platz 2: Seit dem vergangenen Montag können sich alle Kielerinnen und Kieler kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. An welchen Orten dies möglich ist, erfahren Sie hier.
Platz 3: Mein Kollege Michael Kluth hatte bereits im letzten Newsletter darüber berichtet: Das Restaurant im Kieler Schloss schließt Ende August. Der Grund ist ausnahmsweise mal nicht Corona.
Meine Kieler Lieblingsgeschichte

Persönlich durfte ich Gerhard Lütje leider noch nicht kennenlernen. Mit Phasen des Strauchelns und Wiederaufstehens kennt er sich aber wahrscheinlich wie jeder Unternehmer gut aus. Solche Menschen inspirieren - und der Text meiner Kollegin Kristiane Backheuer bringt uns den verdienten Kieler ein großes Stück näher.
Der Mann hinter Citti: Gerhard Lütje wurde 80 Jahre alt
Viele Grüße,
Ihr
Dennis Betzholz
Stv. Leiter der Kieler Lokalredaktion
Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir an dennis.betzholz@kieler-nachrichten.de!
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