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Kiel – mittendrin. Die neuen Fähren schlagen hohe Wellen - Ausgabe #20

Liebe Kielerinnen und Kieler, noch intensiver als in normalen Zeiten halten wir derzeit Ausschau nach
Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Liebe Kielerinnen und Kieler,
noch intensiver als in normalen Zeiten halten wir derzeit Ausschau nach guten Nachrichten. Der bislang reibungslose Bau der ersten reinen Elektrofähre, die noch in diesem Jahr nach Kiel gebracht werden soll, gehört für mich auf jeden Fall dazu. Die “Düsternbrook” hat schon früher Wasser unter den Kiel bekommen als erwartet. E-Schiffe haben übrigens noch dasselbe Problem wie E-Autos: Es gibt für Langstrecken zu wenig Ladestationen. Die “Düsternbrook” wird daher aus Rotterdam, wo das Schiff gebaut worden ist, zu uns geschleppt.
Das Schwesterschiff “Gaarden”, ein Hybridmodell, ist bekanntlich schon seit ein paar Wochen auf der Förde unterwegs. Aber nicht überall ist die Begeisterung über den Neubau groß. So klagen die Ruderer an der Kiellinie darüber, dass das neue Schiff mit seinem breiteren Rumpf wesentlich mehr Wellenschlag verursacht. Die Sportler wurden so schon mehrfach in Bedrängnis gebracht. Ja, nicht nur im Kampf um den Platz auf der Straße bleibt die Verkehrswende kompliziert. Auch auf dem Wasser löst jede Veränderung gespaltene Reaktionen aus.
Weltweiten Applaus gab es dagegen, als die Nachricht von einem wirksamen Corona-Impfstoff, der bald zur Verfügung stehen soll, um den Globus ging. Blitzschnell hat die Stadt reagiert: Die Planungen für großangelegte Impfaktionen sind schon sehr konkret. Bis Ende dieses Monats soll es vier Impfzentren geben, wo der Wirkstoff verabreicht werden kann. “An der Stadt Kiel soll es nicht scheitern, dass man sich impfen lassen kann”, sagt dazu Gesundheitsdezernent Gerwin Stöcken. Hoffen wir, dass das so stimmen wird.
Doch bevor ein Impfstoff die Pandemie beendet, wird noch viel Zeit verstreichen. Der Appell der Kanzlerin, dass sich Kinder in ihrer Freizeit möglichst auf einen festen Freund konzentrieren sollen, hat eine große Debatte ausgelöst. In Kiel sind sich die Menschen weitgehend darin einig, dass dies eine unzumutbare Härte wäre. Zumal es für die Landeshauptstadt auch konkrete Zahlen gibt, die belegen, wie wenig Schulen und Kitas bislang als Infektionstreiber verantwortlich sind. Seit den Herbstferien haben sich laut Bildungsdezernentin Renate Treutel nur sechs von rund 10.000 Kita-Kindern angesteckt, bei den etwa 33.000 Schülern gab es im selben Zeitraum 34 Corona-Fälle.
Aus Angst vor Ansteckung und in der Hoffnung, angenehmere Arbeitsbedingungen vorzufinden, zieht die Ratsversammlung ins Schloss um - gegen den Willen von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und großen Teilen der Opposition. Die SSW-Fraktion hat heute eine besondere Form des Protests angekündigt. Die beiden Abgeordneten wollen die Sitzung boykottieren und parallel im Rathaus tagen. Tovar bemüht sich inzwischen darum, den Blick wieder auf andere Fragen zu lenken. “Wir sollten unsere Kontroverse beilegen und uns nun gemeinsam um die Belange unserer Landeshauptstadt kümmern.” Morgen Nachmittag sind wir natürlich dabei, wenn im Festsaal an 70 neuen Tischen debattiert und entschieden wird. Noch am Abend bekommen Sie auf E-Paper und KN-online erste Eindrücke von der Premiere.

Genießen Sie den Abend!

Ihr Kristian Blasel
Leiter der Kieler Lokalredaktion

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