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Kiel – mittendrin // Die erste Normalität kehrt zurück

Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Dennis Betzholz, stellv. Lokalchef Kiel
Dennis Betzholz, stellv. Lokalchef Kiel
Liebe Leserinnen und Leser,
erschrecken Sie sich bitte morgen nicht. Es kommt etwas auf uns zu, leicht wankend, mit viel Alkohol im Gepäck, vielleicht auch mit Musik. Über Pegelstände wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst mutmaßen. Den ein oder anderen wird das Ereignis derart mitreißen, dass er (ich kenne mindestens einen) am Feiertag Frau und Kinder zu Hause zurücklässt, um dabei zu sein. Andere wiederum werden wohl nur mit den Augen rollen.
Bevor Sie denken, dass ich den Vatertag meine: Morgen kehrt das erste Kreuzfahrtschiff nach Kiel zurück. Die “Aidasol” wird am Donnerstag um 15 Uhr im Hafen festmachen und an der neuen Landstromanlage die abschließenden Tests absolvieren. Am 22. Mai beginnt dann die erste Reise mit Passagieren, nachdem seit Monaten keine Kreuzfahrten möglich waren. Wen es interessiert: Seit heute können die Reisen gebucht werden.
Während also ein wenig Normalität zurückkehrt, kämpft die Landeshauptstadt nach wie vor mit ihrer Inzidenz. Knapp unter 90 bewegt sich die Kennziffer, die über Wohl und Wehe, über Öffnungen und Einschränkungen entscheidet - nur Neumünster ist in Schleswig-Holstein schlimmer dran. Das größte Problem: Fast bei jedem zweiten Infektionsfall bleibt die Quelle unklar. Meist wissen die Erkrankten selbst nicht, wo sie sich angesteckt haben - oder wollen es nicht sagen, aus Angst vor Bußgeldern. Gleichzeitig plant die Stadt, Impfungen unter Personengruppen aktiv anzubieten, denen wegen ihres Alters oder wegen ihrer Vorurteile gegenüber dem Impfstoff noch keine Dosis verabreicht wurde. Gemeint sind Menschen aus den Prio-Gruppen 1 und 2, also Ü70-Jährige, aber auch Bewohner von Flüchtlingsunterkünften.
Die neue Auswertung der Stadt zeigt: Das Coronavirus grassiert vor allem dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben. Meine Kollegin Karen Schwenke und mein Kollege Jonas Bickel waren vergangene Woche in den besonders betroffenen Stadtteilen Gaarden und Mettenhof unterwegs und haben sehr lesenswerte Reportagen mitgebracht.
Neben der Rückkehr der Kreuzfahrer und Vatertag ist der morgige Himmelfahrtstag für einen Teil unserer Gesellschaft auch ein sehr wichtiger: Morgen beginnt nämlich das Zuckerfest, das Ende der 30-tägigen Fastenzeit Ramadan. Wie das unter Corona-Bedingungen abläuft, hat sich meine Kollegin Kristiane Backheuer erzählen lassen. Jedes Jahr bin ich von dem Durchhaltevermögen unserer muslimischen Mitmenschen beeindruckt - und wünsche in den kommenden Tagen von Herzen einen guten Appetit. Und den Vätern und denen, die sich morgen mal als solche fühlen wollen: Prost! Aber bitte mit dem nötigen Abstand.
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Umweltauflagen gehören in die Kaufverträge. Wir müssen die Verwaltung in die Lage versetzen, das vernünftig zu kontrollieren.
Arne Langniß (Grüne) schlug im Bauausschuss der Kieler Ratsversammlung vor, mehr Personal einzustellen, um die Baustellen besser kontrollieren zu können. Es sind die ersten Lehren aus der Causa Möbel Höffner. Die übrigen Ausschussmitglieder sahen es ähnlich. Sie verständigten sich auf eine Personalaufstockung, die von der Ratsversammlung noch genehmigt werden muss.
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Meine Kieler Lieblingsgeschichte

Meine Lieblingsgeschichte ist eine, die vom Glück im Unglück erzählt. Und sie begleitet uns in der Berichterstattung noch heute. Ein Baukran stürzte am vergangenen Dienstag durch eine heftige Böe auf ein gerade erst fertiggestelltes Gebäude und verursacht wohl einen Millionenschaden. Doch das Gute: Weil die Böe erst gegen 16 Uhr das Ungetüm auf die Seite bzw. aufs Dach legte, waren die Dachdecker gerade im Feierabend. Kaum auszudenken, was hätte passieren können. Mein Kollege Frank Behling erzählt die Geschichte vom Unglück, von der Ursache, von der Erleichterung beim Unternehmen und der Bergung.
Die Bergung des Krans bei Ferring in Wittland hat begonnen
Viele Grüße,
Ihr
Dennis Betzholz
Stv. Leiter der Kieler Lokalredaktion
Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir an dennis.betzholz@kieler-nachrichten.de!
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