Profil anzeigen

Kiel – mittendrin // Corona-Hotspot Gaarden, Dauerbrenner Bürgerservice

Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Moin, liebe Leserinnen und Leser,
jetzt ist passiert, was Gerwin Stöcken vermeiden wollte. Der Kieler Gesundheitsdezernent hat dem öffentlichen Druck nachgegeben und schlüsselt nun monatlich die Corona-Zahlen für jeden der 18 Kieler Ortsbeiratsbezirke auf. Ergebnis: Gaarden und Mettenhof sind die Ortsteile mit den höchsten Infektionszahlen. Stöcken hatte stets vor einer Stigmatisierung einzelner Stadtteile gewarnt. Er fürchtet eine öffentliche Diskriminierung armer Menschen und solcher mit Migrationshintergrund. Womöglich mit Recht.
Die Zahlen zu verschweigen, ist trotzdem keine gute Lösung gewesen, sondern eine Bevormundung der Bevölkerung. Es kommt vielmehr darauf an, richtig damit umzugehen. “Dass es dort, wo viele Menschen auf engem Raum leben, zu mehr Infektionen kommt, ist logisch”, schreibt Kristian Blasel in seinem Kommentar. “Dass Sprachprobleme und bestimmte kulturelle Gewohnheiten zu einem laxeren Umgang mit den Abstandsregeln führen können, verschärft das Problem. Dies nüchtern zu benennen und nach Gegenrezepten zu suchen, ist Aufgabe der Politik.” Also, Gerwin Stöcken, an die Arbeit.
Tatsächlich gibt es in Gaarden erkennbar ein Problem mit der Akzeptanz der Maskenpflicht und des Abstandsgebots. Auch das muss nüchtern benannt werden. Die großen Ratsfraktionen fordern bereits eine mehrsprachige Corona-Aufklärung, unentgeltliche Schutzmasken und verstärkte Kontrollen der Aha-Regeln. Es sind Maßnahmen, die in der Hand der Stadt liegen.
Unter Corona-Bedingungen leiden auch jene Kielerinnen und Kieler, die auf den Bürgerservice der Stadt angewiesen sind. Das Einwohnermeldeamt lässt sie buchstäblich im Regen stehen. Lesen Sie selbst:
Spontane Sprechstunde beim Kieler Rathaus sorgt für lange Wartezeiten
Das Bauprojekt der Woche

… ist eines, aus dem nichts wird. Ein neues Gutachten besiegelt das Aus für ein Kongresszentrum im Kieler Schloss. Die Stadt hat sich das Areal 4,14 Millionen Euro Steuergeld kosten lassen und weiß jetzt nicht so recht, was sie damit anfangen soll. Wenn die Verantwortlichen nicht noch eine goldene Idee haben, droht es ein Fall fürs Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler zu werden.
Neues Gutachten: Aus für Kongresshalle im Kieler Schloss
Der Gastro-Tipp der Woche

…fällt natürlich aus, solange die Gastronomie geschlossen ist. Dafür gibt es eine gute Nachricht für die Nahversorgung in Elmschenhagen: Die überfällige Weiterentwicklung des recht verkommenen Bebelplatzes mit einem größeren Rewe-Markt rückt einen Schritt näher. Das ist um so besser, wenn man bedenkt, dass die Stadt zum ähnlich verkommenen Andreas-Hofer-Platz im selben Stadtteil immer noch nichts Gescheites zu Stande gebracht hat.
Neubau: Rewe-Markt in Kiel-Elmschenhagen bekommt eine Kita auf das Dach
Zitat der Woche

“Da war wieder die Poller-Mafia am Werk.”
Eine Anwohnerin des Tiroler Rings machte im Ortsbeirat Elmschenhagen aus ihrem Herzen keine Mördergrube, nachdem die Stadt 14 Poller errichtet hat, wo sie nach Auskunft von Anwohnern wirklich nicht gebraucht werden. Aber man muss das verstehen: Es ist halt das, was die Bauverwaltung am besten kann.
Meistgelesen in Kiel

Meine Kieler Lieblingsgeschichte

Geschichten über hochjährige Hochzeitstage oder hundertste Geburtstage lese ich sehr, sehr gern. Diese Menschen mit unvergleichlicher Lebenserfahrung strahlen so viel Gelassenheit aus. Sie haben alles schon erlebt, nichts kann sie mehr aufregen. So wie Gertrud Lindenau. Beneidenswert.
Gertrud Lindenau wird 100 Jahre - Das Klavier ist ihr Lebens-Elixier
Bleiben Sie gesund, werden Sie recht alt - und bleiben Sie gelassen!
Ihr
Michael Kluth
Rathauskorrespondent
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.