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Corona-Weihnachtsmarkt und die Leiden der Servicekräfte

Kiel – mittendrin. Der Newsletter für die LandeshauptstadtKiel – mittendrin. Der Newsletter für die Landeshauptstadt
Kristian Blasel, Leiter Lokalredaktion Kiel
Kristian Blasel, Leiter Lokalredaktion Kiel
Liebe Leserinnen und Leser,
nach den Herbstferien beginnt jetzt auch in Kiel die Reise ins Unbekannte: Was ist bis Ende des Jahres trotz Pandemie möglich? Wird es tatsächlich, wie von der Stadt geplant, einen fast normalen Weihnachtsmarkt geben? Stabilisiert sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter, auf dem Studentinnen und Studenten inzwischen wieder sehr gefragt sind? Und auch wenn es eigentlich das Unwichtigste ist: Gibt es zum Jahreswechsel wieder ein Silvester-Feuerwerk, das frei von Corona-Einschränkungen ist?
Schleswig-Holstein steht mit seinen Inzidenzzahlen im bundesweiten Vergleich zwar weiter sehr gut da. Doch der Infektionstrend zeigt überall nach oben - auch in den Kieler Kliniken, wo die Lage glücklicherweise noch entspannt ist, werden wieder mehr Patienten mit dem Virus behandelt. Wir werden mit der Unsicherheit bei allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Planungen weiter leben müssen.
Wenn sie diese Post erreicht, tagt im Rathaus gerade der Hauptausschuss der Stadt Kiel. Der Geschäftsführer des Städtischen Krankenhauses, Roland Ventzke, ist dann zu Gast, um über die Tarifverhandlungen mit der von der Klinik ausgelagerten Service GmbH zu berichten. Die Situation ist kompliziert: Die Beschäftigten verlangen zu Recht die Wiedereingliederung in den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes. Das Krankenhaus kann den Mehraufwand von geschätzt 2,5 Millionen Euro nicht tragen. Und der Stadt, der die Klinik gehört, steht das Wasser finanziell selbst bis zum Hals. Die Selbstverwaltung will, dass die Stadt trotzdem zahlt, die Stadt fordert dafür finanzielle Hilfe von Bund, Land und Krankenkassen - und die Beschäftigten in Kiel müssen das Schwarze-Peter-Spiel ausbaden. Sozialdezernent Gerwin Stöcken (SPD) muss für seine unnachgiebige Haltung viel Kritik gerade aus dem politischen Lager einstecken, zu dem er eigentlich gehört. Mein Kollege Michael Kluth hat mit zwei Reinigungskräften gesprochen, um ihre Sicht auf die Dinge und ein Leben mit 1300 Euro netto pro Monat zu erfahren. Die Tarifverhandlungen sollen am Donnerstag, 4. November, fortgesetzt werden.
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Viele Grüße und einen entspannten Mittwochabend wünscht
Ihr
Kristian Blasel
Leiter der Kieler Lokalredaktion
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