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Bürgeramt ist oft Bürgerfrust

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Kieler Woche 2022: Tipps, Termine, Service und mehrKieler Woche 2022: Tipps, Termine, Service und mehr

Dennis Betzholz, stellvertretender Leiter der Kieler Lokalredaktion
Dennis Betzholz, stellvertretender Leiter der Kieler Lokalredaktion
Liebe Leserinnen und Leser,
regelmäßig melden sich Kielerinnen und Kieler bei uns, die verzweifeln, die sauer sind, und manchmal auch sprachlos. Die doch nur ihren Personalausweis verlängern, einen Reisepass beantragen oder eine Urkunde ausgestellt bekommen wollen, und die sich schon um vier Uhr in die Schlange vor das Rathaus gestellt haben und trotzdem nicht an die Reihe gekommen sind. Ein Kollege erzählte neulich, er habe für seine Personalausweis-Verlängerung nun einen Termin erhalten: Mitte August. Meine Kollegin Johanna Lehn berichtete über ihre eigenen Erlebnisse. Es läuft nicht rund im Einwohnermeldeamt, trotz vieler Ideen und Versprechungen des zuständigen Dezernenten Christian Zierau, trotz einer eigens für dieses seit Langem bekannte Problem eingestellten Stadtamtsleiterin Jutta Schlemmer.
Nun gibt es die nächste Ankündigung: Alles soll - bis Ende 2022 - besser werden. Diesmal aber wirklich, spricht man in Gedanken mit. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer macht die Termin-Probleme in seinem Rathaus nun zur Chefsache, zitierte Zierau und Schlemmer zur Krisensitzung und ließ die beiden anschließend einen Notfallplan verkünden. Was dieses Aktionspaket vorsieht, lesen Sie in dem Bericht meines Kollegen Michael Kluth, wie die Opposition in der Ratsversammlung auf die langen Wartezeiten im Rathaus reagiert, in seinem Folgeartikel. Wir riefen in seinem ersten Text unsere Leserinnen und Leser dazu auf, uns ihre Erfahrungen zuzusenden. Kleiner Spoiler: Es gab auch ein paar positive Rückmeldungen, die verraten, wie man womöglich schneller an einen Termin gelangt.
Für Tausende Menschen, die sich seit vergangenem Wochenende wieder regelmäßig in der Stadt aufhalten, bleibt das Chaos hinter der hübschen Rathaus-Fassade verborgen. Sie interessieren sich eher für Erinnerungsfotos. Die Kreuzfahrtsaison hat nun wieder volle Fahrt aufgenommen und unzählige Touristen in die Stadt gespült. Mein Kollege Frank Behling, der wohl bestinformierte Journalist beim Thema Schiffe in Norddeutschland, freut sich über den Neustart nicht nur - er schreibt natürlich auch darüber, in dieser Woche allein drei lesenswerte Texte. Mal darüber, warum die “Mein Schiff 4” erstmals Landstrom erhielt, mal über die Ankunft von drei Mega-Kreuzfahrtschiffen an nur zwei Tagen und zuletzt über eben diese Menschen, die jetzt wieder in Kiel umherlaufen, um etwa in den USA, in Japan oder Australien davon zu erzählen, wie es so in Deutschland war.
Ich bin im Sinne des internationalen Rufs unserer Stadt ehrlich gesagt froh, dass sie hier keinen neuen Personalausweis beantragen.
Bauprojekt der Woche

Eben noch Chaos und Probleme, nun zumindest ein paar Fortschritte: Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zog beim Projekt  „Gaarden hoch zehn" eine Zwischenbilanz.
Projekt „Gaarden hoch zehn“: Zwischen Immobilien-Boom und Rattenplage
Gastro-Tipp der Woche

Steak essen gehen in Kiel: Was den Gast im Fuego del Sur erwartet 
Zitat der Woche

“In Kiel lebt man nach der Kieler Woche – auch bei der Polizei.”
Jürgen Hoppe, Kiels stellvertretender Polizeichef, geht nach 40 Dienstjahren in den Ruhestand und erzählte meinem Kollegen Florian Sötje zum Abschluss von prägenden Einsätzen sowie den Herausforderungen des Kieler Volksfestes.
Meistgelesen in Kiel

Weltpolitik vor der Haustür, eine vom Starkregen überspülte Bundesstraße und US-Amerikaner als Touristen in Kiel - diese drei Themen haben unsere KN-online-Leserinnen und -Leser in den vergangenen sieben Tagen am meisten interessiert.
Platz 1: Weshalb schwarze Limousinen mit Polizei-Eskorte durch Kiel brausen
Platz 2: Starkregen in Kiel: Wasser stand auf B76 bis zu einem Meter hoch
Platz 3: Was amerikanische Kreuzfahrtgäste beim Landgang in Kiel machen
Meine Kieler Lieblingsgeschichte

Vor 12 Jahren ging ein Artikel aus der Münsterschen Zeitung um die Welt, in dem es um einen zerstörten Blumenkübel vor einem Altenheim ging. Es war eines der ersten deutschen Internet-Phänomene, die Nachricht ging viral. Warum, fragen Sie sich? Das wüsste ich auch gern. Phänomene lassen sich schwer erklären, selbst eine Doktorarbeit beschäftigte sich mit dem Blumenkübel, der - man weiß es bis heute nicht - entweder Vandalen zum Opfer gefallen oder einfach nur umgekippt ist. Wir haben Ihnen in dieser Woche auch eine Blumenkübel-Geschichte erzählt. Die, wie ich finde, nicht weniger skurril ist: Plötzlich stand vor dem Gartentor von Norbert Wiedemann ein bepflanztes, mobiles Beet. Wie es dort hinkam und wer es dort aufgestellt hat, lesen Sie in dem Bericht meines Kollegen Steffen Müller:
Wenn plötzlich ein Blumenkübel vor dem Grundstück steht
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Viele Grüße,
Ihr
Dennis Betzholz
Stv. Leiter der Kieler Lokalredaktion
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