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28 Buchstaben, eine Vision für Kiel

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Kieler Woche 2022: Tipps, Termine, Service und mehrKieler Woche 2022: Tipps, Termine, Service und mehr

Dennis Betzholz, stellvertretender Leiter der Kieler Lokalredaktion
Dennis Betzholz, stellvertretender Leiter der Kieler Lokalredaktion
Liebe Leserinnen und Leser,
wollen Sie für die nächste Partie Scrabble einen kleinen Wort-Tipp? Wie wäre es mit: Meeresvisualisierungszentrum. Ich habe nicht nachgerechnet, wie viele Punkte dieses Wortungetüm bringen würde, aber zum Sieg dürfte es reichen.
Dahinter verbirgt sich das neue Leuchtturmprojekt Kiels. Für 55 Millionen Euro planen Stadt, Land und Geomar ein Lehr- und Erlebniszentrum an der Förde. Auf 8000 Quadratmetern soll rund um das Geomar-Seehundbecken ein Zentrum entstehen, das begreifbar macht, “wie Klima und Meere” zusammenhängen. Jährlich soll die neue Attraktion 250.000 Besucherinnen und Besucher anlocken und in seiner Ausstrahlung mit dem Klimahaus in Bremerhaven oder dem Ozeaneum in Stralsund vergleichbar werden. Als Starttermin ist nach Angaben von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer “auf alle Fälle” noch dieses Jahrzehnt vorgesehen. Und bis dahin wird auch auch der Name des Zentrums noch etwas griffiger werden, verspricht die Verwaltung.
Meine Kollegen Kristian Blasel und Michael Kluth haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengetragen, sich in der Politik umgehört und das maritime Wahrzeichen der Zukunft kommentiert. Auch unsere Leserinnen und Leser haben ihre Meinung geäußert - diese haben wir ebenfalls zu einem Artikel zusammengefasst.
Mein persönlicher Moment der Woche ereignete sich in einer Kieler Grundschule. Dort wurde dem sechsjährigen Miron und drei weiteren geflüchteten Kindern aus der Ukraine ein Schulranzen samt Unterrichtsmaterialien geschenkt. Weit mehr als 200 Kinder werden in diesen Wochen in die Kieler Schullandschaft integriert, und sie alle eint, dass sie sich einen Ranzen nicht leisten können. Denn die Flucht haben sie meist nur mit den nötigsten Habseligkeiten angetreten. Die Stadt Kiel brachte die sogenannte Schulranzen-Patenschaft auf den Weg, der Verein “KN hilft”, der gemeinnützige Hilfsverein der Kieler Nachrichten, rief zu Spenden auf. Der Aufruf ist längst beendet, denn das Ergebnis war nach nur wenigen Tagen überwältigend: Am Ende sind mehr als 70.000 Euro zusammengekommen, weit mehr als für die Schulranzen nötig gewesen wären. Das überschüssige Geld verwenden wir selbstverständlich ebenfalls im Sinne der geflüchteten Kinder.
Aber nun zu meinem Moment der Woche: das Strahlen in Mirons Gesicht berührte mich sehr, aber die Beobachtung seiner Mutter noch mehr: “Ich habe Miron seit unserer Flucht nicht mehr so glücklich gesehen!” Und das hat er auch unseren Leserinnen und Lesern zu verdanken - wir sind, wie unsere Chefredakteurin Stefanie Gollasch schrieb, “stolz auf Sie”.
Bauprojekt der Woche

Eine Brücke, die auf halber Strecke einfach aufhört: Klingt wie ein Beispiel aus dem Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes, in dem die Sündenfälle von Steuerverschwendung aufgeführt werden. Ist es aber (noch) nicht - und wird es jetzt vermutlich auch nicht mehr werden: Denn die Gaardener Brücke soll zu Ende gebaut werden. Eine gute Nachricht!
Stadt Kiel will Gaardener Brücke endlich anschließen
Gastro-Tipp der Woche

Seit fast 45 Jahren ist Charlie Chaplin tot. Doch in seinen Filmen, auf Fotos und in einer Bar in Kiel lebt der Mime weiter. “Chaplin’s Bar” ist mittlerweile selbst eine Institution und auch Rekordhalter. Mit 30 Jahren gilt das “Chaplin’s” nun als älteste eigenständige Bar in der Stadt.
Chaplin's Bar in Kiel wird 30 Jahre alt
Zitat der Woche

“Ich kann nicht Nein sagen, wenn meine Produzenten die Preise erhöhen. Meine Kunden können es schon, wenn ich dasselbe tue.”
John Rapaglia, Chef von “John’s Burgers”, ist vom Erfolgskurs in den Krisenmodus gerutscht: Die deutlich gestiegenen Preise von Rindfleisch, Verpackungen und Strom, aber auch höhere Lohnkosten zwingen die Kieler Burger-Marke zu einer drastischen Preiserhöhung. Bis zu 20 Prozent schlägt er auf Burger und Co. drauf.
Meistgelesen in Kiel

Platz 1: Investition von 55 Millionen Euro: Neues Kieler Wahrzeichen an der Kiellinie geplant
Platz 2: John’s Burgers in Kiel: Preisexplosionen zwingen Restaurant zu drastischen Schritten
Platz 3: Stadt Kiel will Gaardener Brücke endlich anschließen
Meine Kieler Lieblingsgeschichte

Da ist Katze Artchi, die 24 Stunden in einer Tasche ausharren musste und nicht ihre Notdurft erledigen durfte. Da ist Yorkshire-Terrier-Hündin Mimi, die von einer eingeschlagenen Bombe in das Wohnhaus ihrer Besitzer noch immer geschockt ist. Oder die französische Bulldogge Bandit, die ihr Frauchen tröstet, während ihr Sohn als Soldat die Heimat verteidigt. Sie alle leben in einer Kieler Flüchtlingsunterkunft. Meine Kollegin Karina Dreyer hat sie und ihre Besitzer besucht und eine sehr einfühlsame Geschichte über die Flucht mit Haustier geschrieben.
Mit Tieren auf der Flucht vor dem Krieg: So bietet Kiel den Geflüchteten Schutz
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Viele Grüße,
Ihr
Dennis Betzholz
Stv. Leiter der Kieler Lokalredaktion
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